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2nd Congress of the European Group – International Society for Apheresis

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Registration
03/22/2018 - Kleine Reitschule | 11:15am - 12:00pm 
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Gefäßzugänge

Chairs: S. Ruppert (Vienna, Austria), S. Weinberger-Duszipiva (Vienna, Austria)

11:15am
IL-N-04
Der Gefäßzugang - Erfahrungen aus der Lipoproteinapherese
*Johne Kerstin1
1 Universitätsklinikum Dresden, Lipoproteinapherese, Dresden, Germany
Abstract text :

Gefäßzugänge in der extrakorporalen Therapie haben einen hohen Stellenwert und tragen wesentlich zum Gelingen einer erfolgreichen Apherese-Therapie bei. Dialysekatheter, Shunts oder periphervenöse Zugänge kommen hierbei zum Einsatz. Letztere sind wegen des geringen Komplikationsrisikos die empfohlenen Gefäßzugänge. Sie stellen eine besondere Herausforderung für die am Pflege- und Behandlungsprozess beteiligten Personen dar, da die Erwartungen an diese Gefäßzugänge weit über die Funktion einer normalen Venenpunktion hinausgehen. Sie müssen den Anforderungen der Apherese jederzeit gerecht werden, insbesondere dem notwendigen Blutfluss. Gleichzeitig soll die Funktionsfähigkeit der Venen trotz wiederholter Punktionen erhalten bleiben.


Der Vortrag gibt Empfehlungen, welche Maßnahmen dazu beitragen könnten, die Apherese dauerhaft mit nativen Venen durchzuführen und eine Katheter- oder Shuntanlage zu verhindern oder hinauszuzögern.



11:45am
IL-N-05
Shuntultraschall für Dialysefachpersonal*
* Dialysefachpersonal (DGKP - Diplomierte Gesundheits-und KrankenpflegerInnen; mit/ohne Sonderausbildung)
*Wolfgang Greil1
1 Ordensklinikum Linz Elisabethinen, Dialyse, Linz, Austria
Abstract text :

DialysepatientInnen werden immer älter, kränker. Ein Großteil hat durch Mehrfacherkrankungen eine schwierige Gefäßsituation. Eine mangelnde Ausbildung des Shunts oder unklare Lage der Punktionskanüle u.a. erschweren zusätzlich die Arbeit des Dialysefachpersonals. Auf den meisten Dialysestationen gibt es ein Ultraschallgerät. Die wenigsten DGKP sind derzeit auf ihr Gerät eingeschult.


Fragestellungen



  • Was dürfen die DGKP (rechtlich) tun?

  • Ist das nicht Sache der ÄrztInnen?

  • Bringt der Ultraschall Erleichterung?

  • Wie funktioniert das Arbeiten mit dem Ultraschall?

  • Trägt der Ultraschall zur Qualitätsverbesserung bei/nach der Shuntpunktion bei?


Ziele



  • Qualitätssteigerung, bei schwierigen Shunts, Problemen, Erstpunktionen

  • Verminderung frustraner Shuntpunktionen

  • Weniger Schmerzen und Hämatome


Methoden



  • Literaturrecherche

  • Rechtsgutachten

  • Zusammenarbeit mit UltraschallspezialistInnen


Ergebnisse


Laut Gutachten von L.-M. Marzi (2011; http://www.oeanpt.at/2012.php) kann der Ultraschall beim Shunt auch von DGKP verwendet werden. Medizinische Diagnosen bleiben ÄrztInnen vorbehalten.


Der Ultraschall bringt Erleichterungen für die PatientInnen und PunkteurInnen und trägt durch gezielte Punktion, sowie Optimierung der Kanülenlage zur Qualitätsverbesserung bei


Die Punktion oder Lagekontrolle der Kanüle mit dem Ultraschall – während Monitorblick – erfordert Wissen und viel Übung


Schlussfolgerungen


Die Rückmeldungen von WorkshopteilnehmerInnen sind sehr positiv. Bei der Betreuung mehrerer Fachbereichsarbeiten zum Thema sah ich, dass die Anwendung des Ultraschalls in punkto Shunt immer mehr wird.


Trotzdem sind noch viele Schulungen sowie tägliche Übungen erforderlich.


Prof. Dr. G. Krönung dazu:


"…Der Wechsel von der "Blindpunktion" zur "Sichtpunktion" kann getrost als neues Kapitel in der Geschichte des Gefäßzuganges beschrieben werden, das erstaunlicherweise nur zögerlich und ohne die eigentlich zu erwartende Begeisterung über eine echte Verbesserung aufgeschlagen zu werden scheint."


(in: Dialyseshunts, Georg Thieme Verlag Stuttgart-New York, 2. Auflage, 2016)