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2nd Congress of the European Group – International Society for Apheresis

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Registration
03/22/2018 - Kleine Reitschule | 9:15am - 10:45am 
iCal 
Patientenmanagement

Chairs: E. Karkutli (Vienna, Austria), M. Frisch-Peterka (Vienna, Austria)

9:15am
IL-N-01
Pflegerische Edukation auf Aphereseabteilungen nach dem Modell von Grypdonck
*Ruppert Sabine1
1 AKH Wien - Medizinischer Universitätscampus, , Vienna, Austria
Abstract text :

HINTERGRUND: Menschen, die eine Apherese benötigen, und ihre Familien erfahren aufgrund ihrer Erkrankung und der Therapie Einschränkungen, die sie in ihr tägliches Leben integrieren müssen. Die betreuenden Pflegepersonen unterstützen und begleiten die Betroffenen entsprechend ihrer Bedürfnisse, wobei dabei pflegerische Edukation, die Information, Beratung und Anleitung zu unterschiedlichen Themen und Bereichen beinhaltet, einen wesentlichen Aspekt darstellt.


ZIEL:  Darstellung der Möglichkeiten und Umsetzung von pflegerischer Edukation bei Menschen mit Apheresetherapie auf Basis des Pflegemodells von Grypdonck.


ERGEBNISSE: Auf der Hämodialysestation eines Universitätsklinikums wurde erfolgreich pflegerische Edukation implementiert. Anhand dieses Projekts kann ein Konzept für Edukation auf einer Aphereseabteilung abgeleitet werden. Um das Selbstmanagement der Betroffenen zu fördern und sie und ihrer Familien zu unterstützen und ihnen eine bestmögliche Lebensqualität trotz Einschränkungen durch Therapie und Erkrankung zu ermöglichen, bietet sich als theoretische Grundlage für die pflegerische Edukation das Pflegemodell von Grypdonck an.


SCHLUSSFOLGERUNGEN: Für die Implementierung einer pflegerischen Edukation auf Apheresestationen müssen Fortbildungen und Konzepte entwickelt sowie Rahmenbedingungen von der Organisation geschaffen werden. Dies ist notwendig, um die Pflegepersonen zu motivieren und eine strukturierte betroffenenorientierte Edukation gewährleisten zu können.



9:45am
IL-N-02
Erstellung einer Informationsbroschüre zur Stammzellspende
*Mladensich Andrea1,2
1 AKH Wien, UBT/TFM, Wien, Austria
2 AKH Wien, Transfusionsmedizin, Wien, Austria
Abstract text :

Abstract


Thema und Zielsetzung:


Ziel ist die Erstellung einer Informationsbroschüre zur Stammzellspende für


Spenderinnen und Spender sowie für Patientinnen und Patienten.


Die Broschüre soll für die genannten Personengruppen zutreffend sein und wird


nach den Wittener Kriterien erstellt. Alle relevanten Themen und Fragestellungen


im Zusammenhang mit einer Stammzellspende sollen erklärt werden.


Fragestellung:


Entspricht die erstellte Broschüre den "Wittener Kriterien"?


Werden die häufigsten Fragen der Betroffenen durch die erstellte Broschüre


beantwortet?


Theorie:


Die Universität Witten/Herdecke hat zehn Kriterien zur Erstellung von Informationsbroschüren


entwickelt. Quelle dafür ist die "Wittener Liste".


Quellen:


Wittener Liste


Hamburger Verständlichkeitskonzept


Beraten, Informieren und Schulen in der Pflege – Rückblick auf 20 Jahre Entwicklung


Edukation und Kommunikation im Gesundheitswesen


Vereinbarung zur Sicherstellung der Patientenrechte


Ergebnis:


Die erstellte Broschüre erfüllt die Wittener Kriterien und die Fragen der Betroffenen


werden umfassend beantwortet.


Fazit:


Durch das Lesen der Broschüre werden die Spenderinnen und Spender sowie


Patientinnen und Patienten über das richtige Verhalten vor, während und nach der


Spende informiert. Die Abläufe sind bekannt und werden dadurch als weniger


belastend und angsteinflößend wahrgenommen. Ebenso werden durch Fehlverhalten


auftretende Komplikationen vermieden.



10:15am
IL-N-03
Nursing aspects in the care of apheresis patient
*Kerstin Rziha1, Franz Heigl1, Tobias Pflederer1
1 Medical Care Center Kempten-Allgäu, , Kempten, Germany
Abstract text :

Therapeutic apheresis represents an extracorporeal elimination procedure, from which some aspects may be similar to haemodialysis. Therefore, it may be reasonable to adapt general nursing tasks and skills from haemodialysis to apheresis procedures. However, due to its less frequent use experiences with therapeutic apheresis regimens are relatively limited compared to haemodialysis, not only from a medical but also from a nursing point of view. Moreover, there are some substantial differences in the care of apheresis to haemodialysis patients, mainly due to different apheresis procedures and diseases to be treated. Nurses and caregivers play a pivotal role in the success of therapeutic apheresis, because apheresis nursing summarizes a high degree of individual responsibility for medical technology, care and organisational tasks. They also contribute significantly to therapeutic success and thus to an improvement in the prognosis and quality of life of severely ill patients, e.g. by psychosocial factors in addition. In summary, a standard for therapeutic apheresis should also take into account the nursing specialty of apheresis, which requires nurses to work at an advanced level. These skills and knowledge have to be learned independent from haemodialysis experience.


 


Bei der Apherese handelt es sich um ein der Hämodialyse ähnliches und in der Regel von Nephrologen durchgeführtes extrakorporales Eliminationsverfahren. Daher liegt es nahe, die pflegerischen Aufgaben ebenfalls in die Hände von nephrologischem Fachpersonal zu legen. Allerdings sind die Erfahrungen mit der therapeutischen Apherese aufgrund des zahlenmäßig wesentlich selteneren Einsatzes nicht nur in ärztlicher, sondern auch in pflegerischer Hinsicht im Vergleich zur extrakorporalen Nierenersatztherapie relativ begrenzt. Außerdem ergeben sich im Vergleich zur Dialyse zum Teil erhebliche Unterschiede bei der Betreuung der Patienten. Diese resultieren einerseits aus den verschiedenen Aphereseverfahren, andererseits aus den unterschiedlichen Grunderkrankungen, sprich Aphereseindikationen. Nichtärztliche Mitarbeiter tragen jedoch ganz entscheidend zum Gelingen der therapeutischen Apherese bei. Sie übernehmen ein hohes Maß an Eigenverantwortung für medizinisch-technische, pflegerische und organisatorische Aufgaben und liefern insbesondere durch die Berücksichtigung psychosozialer Aspekte einen wertvollen Beitrag zum Therapieerfolg, also zur Verbesserung von Prognose und Lebensqualität der schwerkranken Patienten. Dementsprechend müssen in einem Standard der therapeutischen Apherese auch pflegerische Aspekte Berücksichtigung finden, die sich nicht immer 1:1 aus Dialyseerfahrungen herleiten lassen.